Es ist auch einfach irre, wenn man sich anguckt, wie die Pflanzen hier wachsen. Also man wirft hier einen Samen in den Boden und da kommt was raus. Das ist einfach dinosaurierreich hier, also hier ist ja die Eiszeit auch nicht hingekommen und das ist auch witzig, die Kiefer stammt aus der Zeit der Dinosaurier.
Es gibt nicht mehr viele Pflanzen, die es heute gibt, nämlich die sogenannten Nacktsamer. Diese Pflanzen, die sind genauso schlau wie wir, die sind nackt und Samen machen wir ja auch meistens so. Später kamen dann die Bedecktsamer und die Kiefern sind eben noch Nacktsamer, also das sieht man an den Pollen, dass die einfach vom Wind verstreut werden und da ist nichts bedeckt, die sind so wie Adern ohne Blatt.
Wenn man sich die hier anguckt, die Kiefern können wir später noch angucken, die sind so dick wie Maiskolben und das ist nicht so ein Schniedelwurz wie in Deutschland. In Deutschland gibt es ja auch Kiefern und das ist natürlich ein Witz, das kannst du ja nicht vergleichen. Also das, was hier wächst, das hat eine Potenz, das ist vulkanisch einfach nur und das ist nicht nur eine Assoziation oder so, sondern da sieht man einfach daran, wie die Sachen hier wachsen, also das ist unglaublich.
Das ist etwa elf Jahre her und ich bin hier auf diese Insel gekommen, gehe durch den Wald und bin erstaunt. Ich komme persönlich aus einer Weinbaugegend und da wird viel geschwefelt und ich denke, wer schwefelt denn hier im Wald? Wo kommt denn dieses ganze gelbe Pulver daher? Was sind das für Schädlingsbekämpfungsdinge und so weiter? Also nähere ich mich diesem gelben Pulver und staune und staune, woher es kommt. Es kommt aus den Bäumen, es kommt aus den Pinien, in Massen.
Was für eine Vielfalt von befruchtender Aktivität, die diese Pinie, die selbst schon so mächtig ist, unternimmt. Und unmittelbar kommt der Gedanke, da drin steckt doch irgendwas, was der Gesundheit des Menschen dienen könnte. Ein Anfangsverdacht.
Also beginnt man ein bisschen zu lesen, stößt auf die eine oder andere wissenschaftliche Arbeit, stößt auf das eine oder andere aus der traditionellen chinesischen Medizin, stößt auf das eine oder andere aus der folkloristischen oder anekdotischen Darstellung von Heilwirkungen. Und man merkt, das ist etwas Interessantes. Nun kennen Sie das ja alle, Medizin hat ein Anti-Prinzip, also etwas wirkt antibiotisch, also gegen das Leben, hoffentlich gegen das Leben, das man vernichten möchte, nämlich z.B. Bakterien oder Viren oder gegen eine Seuche.
Das ist das Anti-Prinzip. Und dann findet man das Supplement-Prinzip, da fehlt etwas, z.B. man hat zu wenig Schilddrüsenhormone, also gibt man das oder zu wenig Vitamine oder zu wenig Mineralien. Und da gibt es noch den ganzen Sektor der Homöopathie, wo eben Placebos verabreicht werden, aber das Bewusstseinsfeld zwischen Therapeut und Arzt sich so einschwingt, dass beide davon überzeugt sind, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
Und auch das, auch dieser Überzeugungsgrad an etwas, was ich tue, hat heilsame Wirkung. Was noch wenig im Denken der Medizin angekommen ist, sind Adaptogene. Dabei ist der Gedanke so naheliegend, wir haben das Prinzip der Evolution und das Evolutionsprinzip ist Generation, also Generativität.
Neues erproben, Alternativen erproben, neue Möglichkeiten erproben und dann schauen, was sich von diesen neuen Möglichkeiten am besten adaptiert an die jeweils gegebene Umwelt oder wenn sich die Umwelt ändert, was sich neu adaptiert an die Umwelt. Und dann wurde mir klar, hinter diesen Pollen der Pinienbäume, da verbirgt sich ein Adaptogen. Also etwas, was genau diesen noch nicht richtig beachteten Bereich der Medizin befördern könnte, in die Zukunft bringen könnte, nämlich mitzuhelfen, dass das evolutionäre Prinzip, das was wir jetzt selber sind, wir sind ja auch ein Experiment, auch ich bin ein Experiment der Natur, das unernommen wird, um zu prüfen, bin ich adaptionsfähig genug.
Und ja, wir können das unterstützen. Wir können unterstützen, dass wir uns an die jeweils wechselnden Umweltverhältnisse, Stressmomente, Herausforderungen gut oder schlecht adaptieren können. Und das kennen wir alle.
Wir kennen Situationen, da sind wir einmal eingewöhnt und dann kommt ein Schicksalsschlag, da kommt eine Krankheitssituation, da kommt eine Wetterbelastung, da kommt eine Wetteränderung, eine Klimaänderung und diejenigen, die sich anpassen können, sie werden evolutionär weiterkommen und diejenigen, die sich als Opfer empfinden und auch so reagieren, werden vom evolutionären Prinzip nicht mehr weiter betreut. Also diejenigen, die immer nach Betreuung fragen, wir sind ja auf der Tendenz zu einer relativ infantilen und betreuungssüchtigen Gesellschaft, aber diejenigen, die in Verbundenheit sind mit dem evolutionären Prinzip, die möchten eigentlich beitragen, dass das weitergeht, dass es neue Ideen gibt und dass die neuen Ideen, die die Natur hervorbringt, sich neu und neu adaptieren an jeweils veränderte Umweltverhältnisse. Natürlich wissen wir einige konkrete Daten.
Es gibt einige Untersuchungen, nicht sehr viele zu Pinienpollen. Wir wissen, dass die Schmerzrezeptoren in ihrer Schwelle gehoben werden, so dass leichte Schmerzphänomene, mittlere Schmerzphänomene im Körper dort, wo sie chronifizieren und nicht das notwendige Alarmsignal sind, das wir ja brauchen, nicht unnötig feuern und damit die ganze Kette von erschöpfenden Stressmomenten auslösen bis hin zur Unterdrückung des Immunsystems, die auf unnötig aktivierte Stress- und Schmerzrezeptoren antworten. Das heißt wissenschaftlich ausgedrückt, die Nozirezeptoren werden in ihrer Schwelle angehoben und infolgedessen kann dieser Mensch mit den Belastungen seiner jeweiligen Umwelt erheblich besser mit mehr Spielraum umgehen.
Wir wissen auch, dass es immunmodulierende Wirkungen hat, dass die Pinienpollen auf das Immunsystem so einwirken, dass sie sich besser differenzieren kann. Dann hört immer wieder immunstärkend. Nun, was heißt schon immunstärkend? Wenn ich eine Autoimmunerkrankung habe und nehme auch noch was immunstärkendes dazu, dann mache ich ja die Krankheit noch schlimmer.
Wir brauchen also nicht Immunstärkung, sondern wir brauchen Immunmodulation. Das heißt, wir brauchen eine Unterstützung bei der Adaptation des Körpers, auch mit seinem Immunsystem, an die jeweils veränderten Herausforderungen, die sich ihm stellen. Da ist eine andere Keimbelastung, das ist eine andere Sporenbelastung, das ist eine andere Belastung mit Stäuben, auf die er normalerweise allergisch reagiert.
Und sich dabei besser anzupassen, dazu dienen Adaptogene. Und dann ist natürlich auch noch ein letzter Faktor in unterschiedlichem Prozentsatz. Bieten Pinienpollen Testosteron an? Nun denken Sie vielleicht zunächst, Testosteron, das sind Bodybuilder, die möchten dicke Muskeln haben und so weiter.
Das ist etwas, was so durch die Gesellschaft hindurchgeistert, vielleicht auch Aggressivität, die verbunden ist mit Testosteron. Nun, das alles stimmt nicht, das sind Mythen. Gehen Sie in ein Gefängnistrakt, in ein Hochsicherheitsgefängnis, da finden Sie die richtig schweren Jungs.
Und die richtig schweren Jungs sind die, mit den geringsten Testosteronspiegeln. Das heißt, es sind die, die immer unsicher sind, die sich nicht wirklich aufrichten können, die ihre Stärke einer gelassenen Konfliktfähigkeit nicht sicher sind und in Folge auf das simple Konzept der Aggressivität zurückgehen, eben gerade weil ihnen Testosteron mangelt. Da ist auch Nachholbedarf bei den Ärzten.
Immer wieder höre ich auch von ärztlichen Kollegen, die denken, naja, Testosteron, das macht ja die Männer aggressiver, mitnichten. Der Testosteronmangel, das, das macht die Männer aggressiv. Und das gilt nicht nur für die Männer, das gilt auch für die Frauen.
Zwar brauchen Frauen weniger Testosteron relativ, aber zu dem Spiegel, den Frauen brauchen, ist der relative Mangel genauso wichtig, wie der relative Mangel bei den Männern. Das heißt, beide Geschlechter profitieren in gleicher Weise von der Gabe oder der Unterstützung des Testosteronmechanismus. Bei den Frauen ist es sehr stark mit Libido, Lebensfreude, Offenheit verbunden, bei den Männern mit Selbstzutrauen, Zukunftsfähigkeit und Durchhaltevermögen.
Infolgedessen, Sie merken, ich komme ins Schwärmen. Hinter diesen Pinienpollen steckt etwas, das noch genauerer wissenschaftlicher Untersuchung bedarf, aber alles, was wir aus konkreten Berichten von Menschen und aus dem wenigen Material, was wissenschaftlich vorliegt, wissen, das ist etwas, das könnte wichtig sein für uns alle.
