Pine Pollen, Testosteron und Pflanzengeister – Herzkraft Podcast mit Curro Cachinero

Pine Pollen, Testosteron und Pflanzengeister – mein Gespräch im Herzkraft Podcast

Pine Pollen, Testosteron und Pflanzengeister: Im Oktober 2020 war ich bei Sascha Hill im Herzkraft Podcast zu Gast. Sechs Jahre später habe ich mir das Gespräch noch einmal angehört.

Wenn ich heute durch das Adaptonics-Archiv gehe, finde ich immer wieder Sachen, die ich fast vergessen hatte.

Dieses Gespräch gehört dazu.

Eigentlich sollte es um Pine Pollen gehen.

Und das tat es auch.

Zumindest am Anfang.

Gut eine Stunde später waren wir bei Testosteron, Passiflora, Pflanzengeistern, der Zirbeldrüse, dem Vatikan, LSD, Cistus und der Frage angekommen, warum die Römer eigentlich immer die Feinde sind.

Also im Grunde ein ziemlich normales Gespräch mit mir.

→ Die Folge im Herzkraft Podcast anhören

Vom Healing Garden zu Adaptonics

Das Interessante an dieser Folge ist für mich heute gar nicht nur Pine Pollen.

Sascha hat mich ziemlich ausführlich gefragt, wie das Ganze überhaupt angefangen hat.

Damals gab es zunächst keinen ausgefeilten Businessplan und keine große Marke. Es gab ein Stück Land auf Teneriffa. Die Idee eines Healing Garden. Ein paar Pflanzen, die mich faszinierten. Und die ziemlich naive Vorstellung, daraus vielleicht irgendwann etwas machen zu können.

Aus dem Healing Garden wurde später Adaptonics.

Pine Pollen waren eine dieser Pflanzenentdeckungen, die mich früh gepackt haben – auch deshalb, weil Kiefernpollen biologisch wesentlich interessanter sind, als man bei einem gelben Staub zunächst vermuten würde.

Und irgendwann entstand daraus Pino Gordo.

Pine Pollen und Testosteron

Der Titel der damaligen Podcastfolge lautet ziemlich selbstbewusst: „Pine Pollen – natürlicher Testosteronbooster“.

Heute würde ich ihn so wahrscheinlich nicht mehr nennen.

Nicht, weil Pine Pollen plötzlich uninteressant geworden wären. Im Gegenteil.

In Kiefernpollen wurden bereits vor Jahrzehnten Steroidhormone wie Testosteron, Epitestosteron und Androstendion analytisch nachgewiesen. Der klassische Nachweis stammt aus dem Jahr 1971 und bezog sich auf den Pollen der Waldkiefer (Pinus sylvestris). Die Publikation ist hier nachzulesen.

Aber: Dass eine Substanz in einer Pflanze vorkommt, ist noch lange nicht der Beweis dafür, dass der Verzehr dieser Pflanze beim Menschen den Testosteronspiegel erhöht.

Genau diese Unterscheidung habe ich früher nicht immer sauber genug gemacht.

Heute trenne ich deutlich zwischen dem, was analytisch nachgewiesen wurde, dem, was biologisch plausibel ist, ersten klinischen Hinweisen und meinen eigenen Erfahrungen. Den aktuellen Stand habe ich deshalb auf unserer großen Pine-Pollen-Übersichtsseite ausführlich zusammengetragen; die Studien selbst findest du zusätzlich in unserer Pine-Pollen-Forschungsübersicht.

Und dann wurde das Gespräch etwas wilder

Wer Adaptonics erst seit kurzem kennt, könnte an dieser Stelle überrascht sein.

Wer mich länger kennt: eher nicht.

Wir reden im Podcast natürlich irgendwann über meine eigenen Erfahrungen mit Pine Pollen und Pino Gordo. Über Männer und Frauen. Über Testosteron und Aggression. Über Passiflora.

Und von dort schaffen wir erstaunlicherweise den Sprung zu Spiritualität, Zirbeldrüse, Pflanzengeistern, Machtstrukturen, dem Vatikan und irgendwann sogar zu LSD und Politik.

Man muss nicht alles davon unterschreiben.

Ich unterschreibe heute wahrscheinlich selbst nicht mehr jeden Satz genauso, wie ich ihn damals formuliert habe.

Aber genau deshalb finde ich solche alten Gespräche interessant.

Wissenschaft oder Pflanzengeister?

Ich habe nie besonders viel Lust gehabt, mich für eines von beiden entscheiden zu müssen.

Auf der einen Seite interessiert mich Wissenschaft: Was steckt tatsächlich in einer Pflanze? Welche Substanzen lassen sich messen? Welche Mechanismen sind plausibel? Was wurde am Menschen untersucht – und was eben nicht?

Auf der anderen Seite arbeite ich seit mehr als zehn Jahren mit Pflanzen. Ich pflanze sie. Ich ernte sie. Ich verarbeite sie. Ich probiere Dinge aus.

Und dabei entstehen Erfahrungen, Beobachtungen und manchmal auch ziemlich wilde Gedanken.

Das eine ist kein Ersatz für das andere.

Eine persönliche Erfahrung ist keine klinische Studie. Eine Studie kann wiederum nicht jede Erfahrung eines Menschen abbilden.

Interessant wird es für mich genau dazwischen.

Ein Gespräch aus dem Pandemie-Jahr 2020

Man merkt der Folge auch an, wann sie entstanden ist.

Oktober 2020.

Corona war plötzlich überall.

Cistus und unser damals noch ziemlich neuer Imun Guard tauchen deshalb gegen Ende ebenfalls auf. Der gesellschaftliche Umgang mit Gesundheit, Angst, Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung beschäftigte mich zu dieser Zeit enorm.

Viele der Gedanken daraus sind später in weitere Artikel eingeflossen.

Auch deshalb gehört dieses Gespräch für mich inzwischen nicht nur in den Pine-Pollen-Ordner, sondern in die Geschichte von Adaptonics.

Würde ich das heute noch genauso sagen?

Nein.

Zum Glück.

Wenn man nach sechs Jahren noch exakt dieselben Sätze sagt, hat man entweder von Anfang an alles gewusst – oder zwischendurch nicht besonders viel gelernt.

Ich würde heute deutlicher unterscheiden zwischen:

  • wissenschaftlich nachgewiesen,
  • biologisch plausibel,
  • traditionell verwendet,
  • persönlich erlebt
  • und schlicht spekuliert.

Aber ich habe auch keine Lust, alte Texte, Videos oder Podcasts verschwinden zu lassen, nur weil ich heute manches genauer ausdrücken würde.

Das haben wir damals gedacht. Das wussten wir damals. Und das wissen wir heute.

Genau daraus entsteht ein Archiv.

Und manchmal findet man darin sogar ein einstündiges Gespräch, das mit Kiefernpollen beginnt und beim Vatikan endet.

Den Podcast anhören

→ Pine Pollen – natürlicher Testosteronbooster? Herzkraft Podcast mit Sascha Hill und Curro Cachinero

Wenn du danach tiefer einsteigen möchtest: In unserer Pine-Pollen-Adaptopedia findest du die Geschichte, unsere Selbstversuche, mehr als zehn Jahre Artikel und den heutigen Forschungsstand rund um Pine Pollen und Pino Gordo.

Hinweis: Dieser Beitrag dokumentiert und ordnet ein Gespräch aus dem Jahr 2020 ein. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.

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