Testosteron und Östrogen

Testosteron und Östrogen – Wie du deine Feminisierung aufhältst

Dein Bäuchlein ist nicht faul. Es arbeitet. Tag und Nacht, ohne Pause – und zwar an einem kleinen biblischen Wunder: Es baut dein Testosteron zu Östrogen um – wie Eva aus Adams Rippe. Der Grund dafür heißt "Aromatase", ein Enym, das in deinem Fettgewebe beheimatet ist. Die gute Nachricht vorweg: Du kannst diesem "Umbau" direkt beeinflussen.

Keine Andropause

Du weißt es schon aus dieser Serie: Eine  "Andropause"  wie bei Frauen gibt es bei Männern nicht. Was es allerdings gibt, ist altersbedingter Hypogonadismus oder Testosteronmangel mit vier Ursachen – eine davon heißt Aromatase. Genau die schauen wir uns heute ein mal genauer an: 

aromatase verwandelt testosteron in östrogen

Das Enzym – vor allem im Fettgewebe zuhause

Aromatase sitzt zwar auch im Gehirn und in den Knochen, ihr eigentliches Zuhause aber ist dein Fettgewebe. Ihr Job: Testosteron in Östradiol umwandeln. Wofür das gut ist, zeigt sich am deutlichsten, wenn es fehlt: Männer, die genetisch kein Östrogen bilden können, wachsen ihr Leben lang in die Länge und bekommen früh Osteoporose. Das Problem ist nicht, dass Aromatase existiert. Das Problem ist, wenn sie Überstunden macht.

Und genau das passiert mit jedem Kilo Bauchfett. Das Fettgewebe ist keine stille Speckschicht, sondern eine kleine Hormonfabrik – und sie stellt selbst Aromatase her, und zwar proportional zu ihrer Größe. Mehr Bauch, mehr Aromatase, mehr vom ohnehin schon knapperen Testosteron wandert auf die Östrogen-Seite, bevor es für dich arbeiten konnte, ein Teufelskreis.

Die Sache mit den Bodybuildern

Bodybuilder der Achtziger und Neunziger, die sich mit Anabolika vollgepumpt haben, bekamen gelegentlich zwei Dinge, die so gar nicht zu ihrem Selbstbild passten: weibliche Brüste – und schrumpfende Hoden. – Dahinter steckt der gleiche Mechanismus, nur auf die Spitze getrieben: So viel künstliches Testosteron, dass ein grosser Teil davon aromatisiert wurde, während der Körper die eigene Produktion komplett dichtmachte. 

testosteronfabrik wird runtergefahren

Erinnerst du dich an "die feindlichen Brüder" aus dem Artikel Testosteron gegen Cortisol? Beide Effekte verstärken sich gegenseitig: Wenig Testosteron durch zu viel Aromatase, dazu chronisch erhöhtes Cortisol durch toxischen Stress, das Ergebnis: 

Sarkopenie – das Wort, das du kennen solltest

Hier wird's ernst. Sarkopenie: der schleichende Verlust von Muskelmasse, der schon mit 30 beginnt und sich ab 60 dramatisch beschleunigt. In deinen Muskelzellen sitzen Mitochondrien – die Kraftwerke, die ATP produzieren, die Energiewährung, ohne die keine Faser sich zusammenzieht und kein Protein aufgebaut wird.

Sinkt dein Testosteronspiegel verlierst du an Muskelmasse und damit auch deine wichtigsten Quellen von ATP. Weniger Energie, weniger Kraft, die Treppe zu Hause fühlt sich plötzlich anders an. – Und vor Allem: Deine für die Vitalität so wichtige Schnellkraft geht verloren, wenn du sie nicht gezielt trainierst. Klassisches Krafttraining hilft hier nur bedingt, besser geeignet sind hoch intensives Intervalltraining (HIIT) oder bestimmte Formen von isometrischen Übungen.

Am Ende der Abwärtsspirale steht die sarkopenische Adipositas: wenig Muskeln, viel Fett – beides schaukelt sich gegenseitig hoch, und das gilt als einer der stärksten Risikofaktoren für Stürze und Gebrechlichkeit im Alter. Von mentalem Fokus und Libido-Verlust ganz zu schweigen.

sarkopenie

Die gute Nachricht: Chrysin

Es gibt einen Pflanzenstoff, der genau an der Aromatase ansetzt: Chrysin, aus der Passionsblume. In Studien zeigt er echte Hemmwirkung. Der Haken: Dein Körper entsorgt Chrysin normalerweise blitzschnell, bevor es überhaupt wirken kann – die Leber markiert es als Abfall und schleust es wieder raus.

Die Lösung dafür heißt Piperin, der Scharfstoff aus schwarzem Pfeffer. Er blockiert genau die Enzyme, die Chrysin sonst so schnell entsorgen würden. Kombiniert mit Pine Pollen Extrakt, das von sich aus pflanzliche Androgene mitbringt, ohne dass die körpereigene Produktion dabei heruntergefahren wird, ergibt das kein zufälliges Zutaten-Sammelsurium, sondern eine gut durchdachte Wirkstoff-Kombination:

testosteron chrysin piperin

Es geht nicht um Kampf – es geht um Balance

Du musst Östrogen nicht bekämpfen. Du musst Testosteron nicht ins Unermessliche pushen. Du musst nur die Waage wieder ins Lot bringen: die eine Seite für Muskeln und Antrieb, die andere für Gehirn, Knochen, Herz und einen gesunden Körperfettanteil. Beide Seiten sind auf deiner Seite – wenn das Verhältnis stimmt.

Trainieren. Das Bäuchlein angehen. Deinem Körper die richtigen Bausteine geben. Kein Wundermittel – aber eine Stellschraube, die genau da ansetzt, wo es zählt. Mehr Infos dazu findest du in unserer grossen Pine Pollen Übersicht. – Bleib frisch (;

 

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