In diesem kurzen Beitrag geht es mal wieder um meine Lieblingspflanze: Artemisia annua.
Der Titel „natürlich vollkommen unwirksam“ war schon damals ironisch gemeint. Ich wollte damit auf eine Schwarz-Weiß-Debatte reagieren, die mir viel zu simpel erschien.
Aus Artemisia annua stammt Artemisinin, ein Naturstoff, der zum Ausgangspunkt wichtiger pharmazeutischer Entwicklungen wurde. Daraus wurden unter anderem halbsynthetische Wirkstoffe wie Artesunat entwickelt.
Schon 2018 fand ich es faszinierend, wie weit die Forschung rund um diese Stoffgruppe reichte. Beim Stöbern stieß ich auf Arbeiten aus ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern.
Was ich heute sauberer trennen würde als damals: Eine Untersuchung zu Artemisinin, Artesunat oder einem bestimmten Pflanzenextrakt sagt zunächst genau etwas über diesen untersuchten Stoff oder Extrakt aus – nicht automatisch über die ganze Pflanze und auch nicht über unsere Tinktur.
Das nimmt der Sache für mich nichts von ihrer Faszination. Im Gegenteil: Gerade diese Unterschiede machen Artemisia annua wissenschaftlich so interessant.
Die ganze Geschichte dieser Pflanze erzählen wir in unserer Adaptopedia zu Artemisia annua. Einen zweiten Teil dieses damaligen Forschungs-Streifzugs gibt es hier.
Hier einige der Arbeiten und Patente, über die ich damals gestolpert bin:
US-Patentamt:
Methods of inhibition or killing cancer cells using an endoperoxide
EU-Patentamt:
QINGHAOSU DERIVATIVES AGAINST AIDS
PUB MED:
Ethnopharmacology in overdrive: the remarkable anti-HIV activity of Artemisia annua
A Drug Combination Screen Identifies Drugs Active against Amoxicillin-Induced Round Bodies of In Vitro Borrelia burgdorferi Persisters from an FDA Drug Library
OXFORD ACADEMIC:
The Antiviral Activities of Artemisinin and Artesunate
AFRICAN SOCIOLOGICAL REVIEW:
