Warum pflanzliches Testosteron?

Warum pflanzliches Testosteron?

Was ist Testosteron?

Was ist Testosteron – warum könnte man es einnehmen wollen? Und warum ist pflanzliches Testosteron wahrscheinlich verträglicher als chemisch synthetisiertes Testosteron?

Das Wort ‹Testis› bedeutet Hoden. Testosteron wurde nämlich zum ersten mal 1935 synthetisiert und zwar aus Stierhoden. Testosteron wird im männlichen Hoden gebildet. Auch Frauen bilden Testosteron in den Eierstöcken aber in geringerer Menge.

Testosteron ist ein Sexualhormon, ein ‹Androgen›. ‹Andros› ist der Mann und ‹Gen› kommt von ‹Genese› also Entstehen oder Werden. Das Androgen bewirkt also, dass der Mann männlich wird. Auf der körperlichen Ebene ist das vor Allem das Muskelwachstum, die Ausbildung einer tiefen Stimme und natürlich die Produktion von Spermien.

Testosteron hat auch psychische Wirkungen. Ein hoher Testosteronspiegel geht meiner Erfahrung nach mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl einher. Im Tierreich sind es vor Allem die Anführer, die ‹Alphaltiere›, die hohe Testosteronwerte im Blut aufweisen.

Es ist ein Irrtum, zu glauben, Testosteron würde aggressiv machen. Das ist ein sehr weit verbreitetes Vorurteil. Testosteron ist besser als sein Ruf. Siehe hierzu auch den Spektrum-Artikel Testosteron: Das unterschätzte Hormon.

Was bewirkt Testosteron?

Es stimmt schon, dass Testosteron einen dazu antreibt, einen höheren Rang im Sozialen einzunehmen. Aber einen höheren sozialen Rang unter Menschen erreicht man nicht durch Aggression und Gewalttätigkeit – im Gegenteil. Soziales Ansehen erlangt man unter Menschen durch Fairness, Schutz der Schwächeren etc.

In Spielsituationen handeln diejenigen mit dem höheren Testosteronspiegel fairer und sogar selbstloser, weil sie sich für andere einsetzen. Weil sie selbstsicher sind und es gar nicht nötig haben, aggressiv zu sein.

Dazu gibt es auch einen guten Ted-Talk von Amy Cuddy. Cuddy unterscheidet in ihrem Vortrag deutlich zwischen Dominanz und Aggression. Ein hoher Testosteronspiegel geht eben nicht mit Aggression einher, sondern mit Dominanz. Dominieren bedeutet, dass ich es gar nicht nötig habe, aggressiv zu sein.

Cuddy erzählt dann auch, wie man den Testosteronspiegel steigern kann, allein durch die Körperhaltung. Wenn ich mich zwei Minuten lang ausbreite und groß mache, steigen meine Testosteronwerte. Das ist messbar im Speichel und im Blut. Wenn ich dagegen zusammengezogen da sitze, dann wirkt sich das negativ auf meinen Testosteronspiegel aus.

Das hängt dann wiederum zusammen mit dem Stresshormon Cortisol. Entscheidend ist das Verhältnis von Testosteron zu Cortisol. Habe ich viel Cortisol im Blut, dann bin ich gestresst und auch aggressiv. Habe ich dagegen wenig Cortisol und viel Testosteron im Blut, dann bin ich dominant und nicht aggressiv.

Testosteron im Lebenslauf des Mannes

Warum könnte man nun auf die Idee kommen, Testosteron einnehmen zu wollen? Testosteron wird im menschlichen Körper gebildet. Beim Embryo sorgt es dafür, dass männliche Geschlechtsorgane ausgebildet werden und dass sich auch das männliche Gehirn anders entwickelt als das Gehirn der Frau. Gut dargestellt ist dies in dem Buch ‹Das männliche Gehirn› von Louann Brizendine.

Kinder haben sehr wenig Testosteron im Blut. Erst mit der Pubertät, mit den Hormonschüben, wird dann sehr viel Testosteron gebildet, welches dann für das Auftreten der Schambehaarung, das Jugendliche typisches Balzverhalten etc. sorgt.

Der junge Mann Mitte Dreißig schließlich hat dann maximale Testosteronwerte. Interessant finde ich, dass der Mann, sobald er Vater wird, wieder weniger Testosteron produziert. Man spricht in diesem Kontext auch vom ‹Vatergehirn›.

Später im Leben dann sinkt der Testosteronwert immer weiter, man spricht in diesem Zusammenhang auch von ‹Andropause›. Was bei der Frau die Wechseljahre sind, das ist beim Mann dann Mitte Fünfzig die ‹Andropause›. Es ist noch ein Mann, aber die Testosteronwerte sinken so weit, dass er sich gelegentlich abgeschlagen und müde – eben nicht mehr wie mit dreißig – fühlt.

Bei den über Sechzigjährigen sind Erektionsprobleme weit verbreitet – die Zahlen schwanken je nach Studie, aber es betrifft einen erheblichen Teil der Männer. Wichtig zu wissen: Das ist ein medizinisches Thema, das ärztlich abgeklärt gehört, denn dahinter können auch Herz-Kreislauf-Probleme stecken.

Warum pflanzliches Testosteron einnehmen?

Dazu gibt es verschiedene Antworten. Eine Antwort mag sein, dass man Sportler ist und noch mehr Muskelwachstum, noch mehr Leistungssteigerung möchte. Das ist auch legitim. Da würde ich mich dann fragen, welche Nebenwirkungen die Einnahme von chemischen Testosteron auf die Gesundheit haben kann.

Also bei den Präparaten, die da auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden, denn legal ist das alles nicht. Abgesehen von Verunreinigungmöglichkeiten, denn da kann alles mögliche enthalten sein. Die Nebenwirkungen von chemischem Testosteron sind erschreckend. Es gibt Bodybuilder denen Brüste wachsen.

Denn das Abbauprodukt von Testosteron ist Östrogen, also weibliche Hormone. Impotenz, das Herzinfarktrisiko, das Tumorrisiko steigt, Arteriosklerose etc. Wenn man sich die Liste der möglichen Nebenwirkungen von chemischem Testosteron auf Wikipedia mal durchliest – da fällt man fast um.

Ich würde das niemals nehmen, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Warum könnte man noch Testosteron einnehmen wollen? Es ist nicht nur so, dass man Testosteron einnehmen wollen könnte um etwas zu steigern sondern vielleicht auch um etwas auszugleichen.

Hormone aus der Umwelt

Eine Arte-Dokumentation mit dem provokanten Titel ‹Sterben die Männer aus?› berichtete über Studien zu deutlich sinkender Spermienqualität – ein Trend, den die Forschung tatsächlich seit Jahrzehnten beobachtet, auch wenn über Ausmaß und Ursachen gestritten wird.

Als einen möglichen Hauptgrund diskutieren die Autoren die sogenannten endokrinen Disruptoren: Substanzen aus Pestiziden, Weichmachern, Mikroplastik und Medikamentenrückständen, die im Körper hormonähnlich wirken können. Sie finden sich in Spuren im Trinkwasser, in Lebensmitteln und in Verpackungen.

Wie stark diese Stoffe den Hormonhaushalt des Einzelnen tatsächlich beeinflussen, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Dass wir ihnen deutlich stärker ausgesetzt sind als frühere Generationen, ist allerdings unstrittig – und für mich ein Grund, dem eigenen Hormonhaushalt bewusst Aufmerksamkeit zu schenken: mit Bewegung, Schlaf, Ernährung und, wenn man mag, mit Pflanzen wie der Kiefer.

Fassen wir zusammen

Testosteron ist ein Sexualhormon, ein Androgen, das den Mann männlich macht. Das die Spermienproduktion anregt, das Muskelwachstum anregt und das Selbstbewusstsein steigert.

Ein Motiv, warum man das einnehmen wollen könnte ist, dass man die sportliche Leistung steigern will. Da würde ich mich persönlich immer fragen: «Will ich wirklich chemisches Testosteron nehmen?» Oder ist es nicht vielleicht klüger, auf die pflanzliche Variante zu schauen?

Man weiss inzwischen über dreißig Jahre, dass Kiefernpollen oder Pine Pollen Testosteron enthalten. Warum das so wenig bekannt ist, das ist mir ein Rätsel. Es kommt von einer Pflanze, ist nicht chemisch synthetisiert und kein isoliertes Monopräparat. Zu Nebenwirkungen gibt es bislang kaum systematische Untersuchungen – uns sind keine dokumentierten Fälle bekannt, was aber auch daran liegt, dass kaum jemand danach gesucht hat. Wer Vorerkrankungen hat oder Medikamente nimmt, spricht besser vorher mit Arzt oder Ärztin. Und wer gegen Pollen allergisch ist, sowieso.

Oder man gehört zu den Männern ab Mitte fünfzig, bei denen der Testosteronspiegel naturgemäß sinkt – Stichwort ‹Andropause›. Wichtig: Wer ernsthafte Beschwerden hat, von anhaltender Erschöpfung bis zu Fruchtbarkeitsproblemen, lässt das ärztlich abklären. Ein Naturprodukt ist kein Ersatz für Diagnostik. Und wo einfach noch Luft nach oben ist in der Beziehung – nun, da ist bekanntlich immer Luft nach oben!

Ich denke, eine starke Libido ist ein Zeichen intakter Gesundheit. Und Gesundheit verstehe ich ohnehin nicht als Abwesenheit von Mangel, sondern als Überfluss an Lebensenergie – ganz im Sinne der Salutogenese.

Mehr zum Wirkstoffprofil von Pine Pollen findest du in unserer großen Pine-Pollen-Übersicht. Und wie sich Testosteron und Cortisol dabei gegenseitig beeinflussen, vertiefe ich in Testosteron und Cortisol: Raus aus dem Stressmodus.

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