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Warum pflanzliches Testosteron?

September 07, 2018 Curro Cachinero RSS Feed

 

Was ist Testosteron?

Was ist Testosteron – warum könnte man es einnehmen wollen? Und warum ist pflanzliches Testosteron wahrscheinlich verträglicher als chemisch synthetisiertes Testosteron?

Das Wort ‹Testis› bedeutet Hoden. Testosteron wurde nämlich zum ersten mal 1935 synthetisiert und zwar aus Stierhoden. Testosteron wird im männlichen Hoden gebildet. Auch Frauen bilden Testosteron in den Eierstöcken aber in geringerer Menge.

Testosteron ist ein Sexualhormon, ein ‹Androgen›. ‹Andros› ist der Mann und ‹Gen› kommt von ‹Genese› also Entstehen oder Werden. Das Androgen bewirkt also, dass der Mann männlich wird. Auf der körperlichen Ebene ist das vor Allem das Muskelwachstum, die Ausbildung einer tiefen Stimme und natürlich die Produktion von Spermien.

Testosteron hat auch psychische Wirkungen. Ein hoher Testosteronspiegel geht meiner Erfahrung nach mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl einher. Im Tierreich sind es vor Allem die Anführer, die ‹Alphaltiere›, die hohe Testosteronwerte im Blut aufweisen.

Es ist ein Irrtum, zu glauben, Testosteron würde aggressiv machen. Das ist ein sehr weit verbreitetes Vorurteil. Testosteron ist besser als sein Ruf. Siehe hierzu auch den Spektrum-Artikel Testosteron: Das unterschätzte Hormon.

 

Was bewirkt Testosteron?

Es stimmt schon, dass Testosteron einen dazu antreibt, einen höheren Rang im Sozialen einzunehmen. Aber einen höheren sozialen Rang unter Menschen erreicht man nicht durch Aggression und Gewalttätigkeit – im Gegenteil. Soziales Ansehen erlangt man unter Menschen durch Fairness, Schutz der Schwächeren etc.

In Spielsituationen handeln diejenigen mit dem höheren Testosteronspiegel fairer und sogar selbstloser, weil sie sich für andere einsetzen. Weil sie selbstsicher sind und es gar nicht nötig haben, aggressiv zu sein.

Dazu gibt es auch einen guten Ted-Talk von Amy Cuddy. Cuddy unterscheidet in ihrem Vortrag deutlich zwischen Dominanz und Aggression. Ein hoher Testosteronspiegel geht eben nicht mit Aggression einher, sondern mit Dominanz. Dominieren bedeutet, dass ich es gar nicht nötig habe, aggressiv zu sein.

Cuddy erzählt dann auch, wie man den Testosteronspiegel steigern kann, allein durch die Körperhaltung. Wenn ich mich zwei Minuten lang ausbreite und groß mache, steigen meine Testosteronwerte. Das ist messbar im Speichel und im Blut. Wenn ich dagegen zusammengezogen da sitze, dann wirkt sich das negativ auf meinen Testosteronspiegel aus.

Das hängt dann wiederum zusammen mit dem Stresshormon Cortisol. Entscheidend ist das Verhältnis von Testosteron zu Cortisol. Habe ich viel Cortisol im Blut, dann bin ich gestresst und auch aggressiv. Habe ich dagegen wenig Cortisol und viel Testosteron im Blut, dann bin ich dominant und nicht aggressiv.

 

Testosteron im Lebenslauf des Mannes

Warum könnte man nun auf die Idee kommen, Testosteron einnehmen zu wollen? Testosteron wird im menschlichen Körper gebildet. Beim Embryo sorgt es dafür, dass männliche Geschlechtsorgane ausgebildet werden und dass sich auch das männliche Gehirn anders entwickelt als das Gehirn der Frau. Gut dargestellt ist dies in dem Buch ‹Das männliche Gehirn› von Louann Brizendine.

Kinder haben sehr wenig Testosteron im Blut. Erst mit der Pubertät, mit den Hormonschüben, wird dann sehr viel Testosteron gebildet, welches dann für das Auftreten der Schambehaarung, das Jugendliche typisches Balzverhalten etc. sorgt.

Der junge Mann Mitte Dreißig schließlich hat dann maximale Testosteronwerte. Interessant finde ich, dass der Mann, sobald er Vater wird, wieder weniger Testosteron produziert. Man spricht in diesem Kontext auch vom ‹Vatergehirn›.

Später im Leben dann sinkt der Testosteronwert immer weiter, man spricht in diesem Zusammenhang auch von ‹Andropause›. Was bei der Frau die Wechseljahre sind, das ist beim Mann dann Mitte Fünfzig die ‹Andropause›. Es ist noch ein Mann, aber die Testosteronwerte sinken so weit, dass er sich gelegentlich abgeschlagen und müde – eben nicht mehr wie mit dreißig – fühlt.

Bei den über Sechzigjährigen ist bekanntlich die erektile Dysfunktion sehr weit verbreitet. Laut Wikipedia hat jeder zweite Mann über Sechzig ernste Probleme mit gelegentlicher Impotenz und erektiler Dysfunktion.

 

Warum pflanzliches Testosteron einnehmen?

Dazu gibt es verschiedene Antworten. Eine Antwort mag sein, dass man Sportler ist und noch mehr Muskelwachstum, noch mehr Leistungssteigerung möchte. Das ist auch legitim. Da würde ich mich dann fragen, welche Nebenwirkungen die Einnahme von chemischen Testosteron auf die Gesundheit haben kann.

Also bei den Präparaten, die da auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden, denn legal ist das alles nicht. Abgesehen von Verunreinigungmöglichkeiten, denn da kann alles mögliche enthalten sein. Die Nebenwirkungen von chemischem Testosteron sind erschreckend. Es gibt Bodybuilder denen Brüste wachsen.

Denn das Abbauprodukt von Testosteron ist Östrogen, also weibliche Hormone. Impotenz, das Herzinfarktrisiko, das Tumorrisiko steigt, Arteriosklerose etc. Wenn man sich die Liste der möglichen Nebenwirkungen von chemischem Testosteron auf Wikipedia mal durchliest – da fällt man fast um. Da werden fast zwanzig geradezu ‹tödliche› Wirkungen aufgezählt.

Ich würde das niemals nehmen, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Warum könnte man noch Testosteron einnehmen wollen? Es ist nicht nur so, dass man Testosteron einnehmen wollen könnte um etwas zu steigern sondern vielleicht auch um etwas auszugleichen.

 

Sterben die Männer aus?

Vor Kurzem habe ich eine Dokumentation auf ‹Arte› gesehen, in der behauptet wird, dass inzwischen jeder zweite Däne unfruchtbar sei, zumindest diejenigen, die an der Studie teilnahmen. Die Spermienqualität sei inzwischen derart schlecht geworden, dass die Doku sogar den Titel ‹Sterben die Männer aus?› trägt.

Immer mehr Männer können zwar noch eine Erektion bekommen aber sie können keine Nachkommen mehr zeugen. Das ist ein sich erschreckend schnell ausbreitendes Symptom, für das es verschiedene Gründe gibt. In der Doku wird dieser Frage nachgegangen und die Autoren kommen zu folgenden Schlussfolgerungen.

Ein Hauptgrund für die zunehmende Unfruchtbarkeit ist wahrscheinlich, dass die Pestizide, die überall in unserer Nahrung nachgewiesen werden können, im menschlichen Körper wie weibliche Hormone wirken. Man kam darauf zuerst, als man das Aussterben der Amphibien untersuchte.

Abgesehen von den Antibabypillen, die im Grundwasser enthalten sind und die nicht mehr herausgefiltert werden können. Unser Trinkwasser ist voll mit weiblichen Hormonen. Soja enthält weibliche Hormone. Pestizide wirken wahrscheinlich wie weibliche Hormone. Und Plastik!

Jedes mal wenn ich aus einer Plastikflasche trinke, nehme ich geringe Mengen von Mikroplastik auf, die vermutlich auch wie weibliche Hormone wirken. Natürlich leugnet das die Lobby der chemischen Industrie, ganz klar.

Man kann sich fragen, was heute mit den Männern los ist. Warum werden die plötzlich alle transsexuell? Von mir aus kann jeder Tun und Lassen was er will. Ich frage mich trotzdem, was heute noch ‹männlich› ist. 

Der Punkt ist, dass wir erschreckend vielen weiblichen Hormonen ausgesetzt sind durch unsere Ernährung, durch unser Trinkwasser, durch Plastik, Pestizide und Umweltgifte. Allein deswegen halte ich es schon für sinnvoll, pflanzliches Testosteron zu mir zu nehmen.

 

Fassen wir zusammen

Testosteron ist ein Sexualhormon, ein Androgen, das den Mann männlich macht. Das die Spermienproduktion anregt, das Muskelwachstum anregt und das Selbstbewusstsein steigert.

Ein Motiv, warum man das einnehmen wollen könnte ist, dass man die sportliche Leistung steigern will. Da würde ich mich persönlich immer fragen: «Will ich wirklich chemisches Testosteron nehmen?» Oder ist es nicht vielleicht klüger, pflanzliches Testosteron zu sich zu nehmen?

Man weiss inzwischen über dreißig Jahre, dass Kiefernpollen oder Pine Pollen Testosteron enthalten. Warum das so wenig bekannt ist, das ist mir ein Rätsel. Es kommt von einer Pflanze und, so weit man bisher weiss, treten keinerlei Nebenwirkungen auf. Es ist nicht chemisch synthetisiert, es ist kein isoliertes Monopräparat.

Oder man gehört zu den Männern, die in der sogenannten ‹Andropause› stecken. Oder die aus sonstigen Gründen unfruchtbar bzw. impotent sind oder wo eben einfach noch Luft nach oben ist in der Beziehung. Und da ist immer Luft nach oben!

Ich denke, eine starke Libido ist ein Zeichen für eine intakte Gesundheit und die lässt sich bekanntlich unendlich steigern, wenn wir Gesundheit nicht als Abwesenheit von Mangel sondern als den Überfluss von Lebensenergie verstehen!

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