Von Curro Cachinero, Gründer von Adaptonics · Basierend auf über 12 Jahren eigenem Anbau und eigener Verarbeitung auf Teneriffa · Zuletzt aktualisiert: August 2026
Wie aus einem leeren Lager mitten im Lockdown Imun Guard entstand
Manchmal beginnt eine Produktgeschichte nicht mit einem Businessplan, sondern mit einem Blick auf den Warenbestand.
Es war um den 11. März 2020. Ich saß im Piet's in San Francisco und kontrollierte die Bestände bei Adaptonics. Dabei fiel mir etwas Merkwürdiges auf:
Unser kompletter Jahresvorrat an Cistus war ausverkauft.
Zistrose war damals keineswegs unser bekanntestes Produkt. Warum also plötzlich diese Nachfrage?
Gleichzeitig überschlugen sich die Ereignisse rund um das neuartige Coronavirus. Europa begann, Grenzen zu schließen. Spanien stand unmittelbar vor dem Lockdown.
Ich nahm den letzten Flieger zurück nach Teneriffa und kam in der Nacht zum Sonntag nach Hause – unmittelbar vor der Schließung der spanischen Grenzen.
Und dann ging alles sehr schnell.
Wir hatten uns schon lange mit Cistus beschäftigt. Wir kannten die Forschung zu den Polyphenolen der Zistrose und zu ihrer Interaktion mit verschiedenen Viren. Und Dr. med. Fritz Helmut Hemmerich, auch bekannt als Fridhu, beschäftigte sich seit Jahren mit Salutogenese, Immunologie und der Frage, wie Menschen ihre eigene Widerstandsfähigkeit unterstützen können.
Also entschieden wir uns zu handeln.
Mitten im spanischen Lockdown produzierten wir aus dem Stand rund 1.000 Liter Imun Guard.
Nicht als Luxusprodukt. Im Gegenteil: Wir boten die Tinktur bewusst erheblich günstiger an als unsere übrigen Tinkturen.
Es war eine ziemlich wahnsinnige Aktion in einer ziemlich wahnsinnigen Zeit.
Aus dieser Situation entstand auch Fridhus Video, auf dem dieser Artikel ursprünglich basiert.
Heute, Jahre später, existiert die Idee weiter. Unsere Cistus+- beziehungsweise Imun-Guard-Tinktur wurde weiterentwickelt. Eine leicht veränderte Variante wird inzwischen auch über eine Schweizer Apotheke vertrieben.
Aber was war eigentlich die wissenschaftliche Idee dahinter?
Und vor allem:
Was davon ist plausibel – und was tatsächlich wissenschaftlich belegt?
Nicht Angst oder Verharmlosung, sondern Selbstwirksamkeit
Wenn wir über Viruserkrankungen sprechen, geraten wir schnell zwischen zwei Extreme: Angst auf der einen Seite und Verharmlosung auf der anderen.
Dabei geht leicht etwas verloren, das für unsere Gesundheit von großer Bedeutung ist: die Selbstwirksamkeitserwartung.
Damit ist die Überzeugung gemeint, dass wir einem Geschehen nicht vollkommen ausgeliefert sind, sondern selbst etwas zu unserer Gesundheit beitragen können.
Genau darum ging es Fridhu in seinem Vortrag im Frühjahr 2020. Er bezeichnete die Selbstwirksamkeit als einen zentralen Faktor für das Zusammenspiel von Psyche und Körper. Das ursprüngliche Video kreiste von Anfang an um die Frage, was wir selbst beeinflussen können.
Nicht um das Versprechen eines Wundermittels.
Und auch nicht darum, medizinische Behandlung durch eine Pflanzentinktur zu ersetzen.
Die interessantere Frage war:
An welchen Stellen können wir überhaupt Einfluss auf den Verlauf einer viralen Infektion nehmen?
Vereinfacht lassen sich drei Ebenen unterscheiden:
-
Kommt es überhaupt zu einem relevanten Kontakt mit einem Virus?
-
Führt dieser Kontakt tatsächlich zu einer Infektion?
-
Führt eine Infektion zu einer Erkrankung – und wie schwer verläuft diese?
Das klingt zunächst banal. Biologisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Vorgänge.
Viren sind keine Bakterien
Ein Virus unterscheidet sich fundamental von einem Bakterium.
Viren besitzen keinen eigenen vollständigen Stoffwechsel und können sich nicht selbstständig vermehren. Sie benötigen dazu Zellen eines Wirtsorganismus und nutzen deren biologische Maschinerie für ihre Replikation.
Deshalb wirken Antibiotika gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren.
Bei Viren müssen wir andere Angriffspunkte betrachten.
Kann der Kontakt reduziert werden?
Kann das Anhaften oder Eindringen in Zellen erschwert werden?
Kann die Virusvermehrung beeinflusst werden?
Und wie reagiert unser Immunsystem auf bereits infizierte Zellen?
Diese Fragen sind auch wichtig, um zu verstehen, warum Pflanzenstoffe wie die Polyphenole der Zistrose für die Forschung interessant geworden sind.
Die erste Verteidigung ist erstaunlich banal
Viele sinnvolle Maßnahmen sind vollkommen unspektakulär.
Hygiene, gute Belüftung und – je nach Situation – physische Barrieren können die Menge an Viren reduzieren, mit der wir überhaupt in Kontakt kommen.
Auch unsere Schleimhäute spielen eine wichtige Rolle. Mund, Nase und Rachen sind zentrale Kontaktflächen zwischen unserer Umwelt und unserem Organismus.
Dahinter steckt ein grundsätzliches Prinzip, das sich durch Fridhus gesamten Vortrag zieht:
Gesundheit hängt nicht immer an einem einzigen spektakulären Wirkstoff. Oft sind die Randbedingungen mindestens genauso wichtig.
„Immunsystem stärken“ greift zu kurz
Einer der populärsten Sätze in der Naturheilkunde lautet:
Wir müssen das Immunsystem stärken.
Biologisch ist das eine problematische Vereinfachung.
Ein gutes Immunsystem muss nicht einfach möglichst stark reagieren. Es muss erkennen, unterscheiden und angemessen reagieren.
Fridhu widersprach deshalb schon im damaligen Vortrag ausdrücklich der vereinfachten Vorstellung, ein möglichst „starkes“ Immunsystem sei automatisch besser. Er sprach stattdessen von einem intelligenten, adaptiven und regulierten Immunsystem.
Eine überschießende Immunreaktion kann ebenso problematisch sein wie eine unzureichende.
Deshalb ist es sinnvoller, von Immunregulation oder Immunmodulation zu sprechen.
Unser Immunsystem ist kein Muskel, den man einfach immer stärker trainiert. Es ist ein hochkomplexes Netzwerk verschiedener Zelltypen, Botenstoffe und Regulationsmechanismen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Wie mache ich mein Immunsystem maximal stark?
Sondern:
Wie unterstützen wir einen Organismus dabei, angemessen auf eine Belastung zu reagieren?
Gesundheit besteht aus Randbedingungen
Wir suchen in der Medizin verständlicherweise gerne nach dem einen Wirkstoff, dem einen Medikament oder dem einen Mechanismus.
Ein biologischer Organismus funktioniert jedoch nicht isoliert.
Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stoffwechsel, psychischer Stress, soziale Beziehungen und Regeneration beeinflussen die Bedingungen, unter denen unser Organismus arbeitet.
Auch hier bedeutet mehr nicht automatisch besser.
Zu wenig Bewegung kann ungünstig sein. Extreme körperliche Belastung kann es ebenfalls sein.
Dauerstress ist problematisch. Aber auch permanente Unterforderung kann Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben.
Der Organismus lebt von Anpassung.
Hormesis: Belastung und Erholung
Eine begrenzte Belastung kann biologische Anpassungsprozesse auslösen. Dieses Prinzip wird als Hormesis bezeichnet.
Training ist das einfachste Beispiel:
Wir setzen den Körper einer Belastung aus, erholen uns und werden dadurch anpassungsfähiger.
Ähnliche Prinzipien werden bei zeitlich begrenztem Fasten, Temperaturreizen und anderen Formen kontrollierter Belastung untersucht.
Entscheidend ist immer das Verhältnis zwischen Reiz und Regeneration.
Eine Belastung, die uns dauerhaft überfordert, ist keine Hormesis.
Und damit befinden wir uns bereits mitten in einem Thema, das für Adaptonics mindestens ebenso wichtig ist wie Cistus:
Salutogenese – die Frage danach, wie Gesundheit entsteht und erhalten werden kann.
Und dann kommt die Zistrose
Warum spielte ausgerechnet Cistus in unseren Überlegungen eine so große Rolle?
Die Zistrose ist reich an Polyphenolen. Genau diese komplexen Pflanzenstoffe haben sie für die Forschung interessant gemacht.
Besonders spannend war eine mögliche Wirkung, die zunächst gar nichts mit der klassischen Vorstellung von „Immunsystem stärken“ zu tun hat:
die direkte Interaktion von Cistus-Extrakten mit Viruspartikeln.
Eine 2016 in Scientific Reports veröffentlichte Arbeit untersuchte Cistus-incanus-Extrakte unter anderem an HIV-1 und HIV-2. Die Forscher fanden im Zellmodell eine Hemmung der Infektion und Hinweise darauf, dass Bestandteile des Extrakts die primäre Anheftung der Viruspartikel an die Wirtszelle behinderten.
In derselben Arbeit wurden experimentelle Viruspartikel untersucht, die Hüllproteine von Ebola- beziehungsweise Marburgviren trugen. Auch hier wurde im experimentellen Modell eine Hemmung beobachtet.
Das ist bemerkenswert.
Aber die entscheidenden Worte lauten:
im experimentellen Modell.
Diese Studie beweist nicht, dass die Einnahme einer Cistus-Tinktur beim Menschen Ebola, Marburg oder HIV verhindert oder behandelt.
Sie zeigt einen biologischen Mechanismus, der weitere Forschung interessant macht.
Und genau diese Unterscheidung ist fundamental.
Plausibel ist nicht dasselbe wie bewiesen
Fridhu legte schon im ursprünglichen Vortrag großen Wert auf diese Unterscheidung.
Er bezeichnete die diskutierten Ansätze ausdrücklich als teilweise plausibel, aber nicht als vollständig evident, und verwies darauf, dass der klinische Goldstandard – kontrollierte Studien am Menschen – nur für Teilbereiche vorhanden war.
Wir sollten wissenschaftliche Erkenntnisse deshalb nicht einfach in „wirkt“ und „wirkt nicht“ einteilen.
Es gibt unterschiedliche Ebenen der Evidenz.
1. Mechanistische Plausibilität
Wir verstehen einen biologischen Mechanismus und haben Gründe anzunehmen, dass ein Stoff darauf Einfluss nehmen könnte.
Das ist interessant – aber noch kein Wirksamkeitsnachweis.
2. In-vitro-Forschung
Ein Stoff zeigt eine Wirkung an isolierten Zellen oder Viruspartikeln im Labor.
Damit lässt sich ein Mechanismus wesentlich besser untersuchen.
Aber ein Mensch ist keine Petrischale.
3. Tiermodelle
Hier wird untersucht, ob sich ein Effekt in einem vollständigen Organismus reproduzieren lässt.
Das bringt uns einen Schritt weiter, ist aber noch immer kein klinischer Nachweis beim Menschen.
4. Klinische Studien
Erst hier untersuchen wir die tatsächliche Anwendung beim Menschen.
Und bei Cistus gibt es tatsächlich klinische Daten.
Cistus wurde auch am Menschen untersucht
Eine prospektive, randomisierte und placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2009 untersuchte 160 Patienten mit Infektionen der oberen Atemwege.
Verglichen wurden CYSTUS052 und Placebo.
Unter dem Cistus-Präparat nahm der subjektive Symptomscore im Studienverlauf stärker ab als unter Placebo. Auch bei untersuchten Entzündungsmarkern wurden Unterschiede beobachtet.
Das ist eine wesentlich höhere Evidenzstufe als ein reiner Laborversuch.
Eine weitere Untersuchung verglich CYSTUS052 mit Grüntee bei 300 Patienten mit Infektionen der oberen Atemwege. Auch dort berichteten die Autoren eine stärkere Abnahme der subjektiven Symptome in der Cistus-Gruppe.
Diese Studien sind interessant.
Sie beweisen jedoch nicht automatisch eine Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 oder irgendein anderes konkretes Virus.
Sie untersuchten bestimmte Cistus-Präparate bei Infektionen der oberen Atemwege.
Diese Präzision ist wichtig.
Update August 2026: Neuere placebokontrollierte Humanstudien zu Cistus sind uns nicht bekannt. Diese beiden Arbeiten von 2009 und 2010 bleiben bis heute die einzige klinische Evidenz – die Weiterentwicklung der letzten Jahre hat ausschließlich auf Labor- und Computerebene stattgefunden, wie der nächste Abschnitt zeigt.
März 2020: Eine Hypothese in Echtzeit
Man muss sich noch einmal in den März 2020 zurückversetzen.
Über SARS-CoV-2 wusste man erstaunlich wenig. Weltweit versuchten Forscher zu verstehen, wie das Virus in menschliche Zellen gelangt, welche Strukturen daran beteiligt sind und an welchen Stellen sich dieser Prozess möglicherweise beeinflussen lässt.
Genau in diese Phase fielen Fridhus Vortrag und unsere Entscheidung, Imun Guard herzustellen.
Eine der Forschungsrichtungen beschäftigte sich mit den molekularen Mechanismen des Viruseintritts und möglichen Ansatzpunkten, diese Prozesse zu beeinflussen.
Auch Naturstoffe und bereits bekannte Substanzen wurden als mögliche Kandidaten diskutiert.
Eine Arbeit aus dieser frühen Phase der Pandemie beschäftigte sich ausführlich mit natürlichen Substanzen und möglichen Angriffspunkten gegen SARS-CoV-2 – von Virusbindung und Eintritt in die Zelle bis zu Replikationsmechanismen und Immunantwort.
Quelle:
Potential roles of medicinal plants for the treatment of viral diseases focusing on COVID-19: A review
PubMed Central: PMC7367004
Für uns war dabei vor allem eine Forschungsfrage interessant, mit der wir uns bereits vor Corona beschäftigt hatten:
Könnten die Polyphenole der Zistrose die Interaktion zwischen bestimmten Viren und ihren Wirtszellen beeinflussen?
Das war im März 2020 keine völlig aus der Luft gegriffene Idee.
Die Forschung zu Cistus, Influenza und anderen behüllten Viren existierte bereits.
Das war keine klinische Evidenz für COVID-19.
Aber es war eine wissenschaftlich begründete Hypothese.
Was später hinzukam
Interessanterweise blieb es nicht bei dieser Hypothese.
Nach Beginn der Pandemie wurde Cistus auch direkt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 im Labor untersucht.
Forscher untersuchten spezielle Cistus-Extrakte in Zellkulturen und beobachteten dabei eine Hemmung der Virusvermehrung beziehungsweise Virusinfektion.
Spätere Laboruntersuchungen bezogen auch neu aufgetretene SARS-CoV-2-Varianten ein (Alpha, Beta, Delta).
Und die Forschung ist seitdem weitergegangen – auch über SARS-CoV-2 hinaus:
Eine bulgarische Arbeitsgruppe zeigte 2025, dass ein Cistus-incanus-Extrakt sowohl die Vermehrung als auch die Infektionsfähigkeit freier Viruspartikel bei zwei Herpes-simplex-Stämmen sowie einem Erkältungs-Coronavirus (HCoV-229E) deutlich hemmte. Bemerkenswert: Das galt auch für einen Herpes-Stamm, der gegen das Standardmedikament Aciclovir resistent ist – gerade bei Medikamentenresistenz ein Bereich, in dem neue Ansatzpunkte gesucht werden.
Eine italienische Arbeitsgruppe testete 2024 zudem erstmals gezielt einzelne isolierte Inhaltsstoffe des Extrakts (u. a. Gallusäure, Ellagsäure und Punicalin) direkt an echtem SARS-CoV-2 – nicht nur an einem harmloseren Ersatz-Coronavirus wie zuvor. Der Stoff Punicalin zeigte dabei eine deutliche antivirale Wirkung, wenn sowohl die Zellen als auch das Virus vorbehandelt wurden.
Und 2026 erschien eine rein computergestützte Modellierungsstudie (Molecular Docking), die mögliche Bindungsstellen von Cistus-Inhaltsstoffen am Ebola-Virus-Protein VP40 vorschlägt. Das ist ausdrücklich keine Labor- oder Tierstudie, sondern reine Simulation – die vorläufigste denkbare Evidenzstufe, aber ein Hinweis, dass an der Fragestellung weitergearbeitet wird.
Im Rückblick ist das interessant, weil damit eine der biologischen Ideen, die uns im Frühjahr 2020 beschäftigt hatten, seitdem mehrfach experimentell weiter untersucht wurde – mit neuen viralen Zielen und präziserer Methodik.
Aber auch hier gilt weiterhin:
In vitro bleibt in vitro. Und eine Computersimulation bleibt eine Computersimulation.
Eine Wirkung in Zellkultur oder am Bildschirm macht aus Cistus noch kein klinisch nachgewiesenes Medikament gegen COVID-19, Herpes oder Ebola.
Genau diese Grenze wollen wir deutlich ziehen.
Eine plausible Hypothese kann durch spätere Laborforschung gestützt werden, ohne dadurch automatisch zu einer nachgewiesenen Therapie zu werden.
Das ist kein Widerspruch.
Das ist Wissenschaft.
Die Idee hinter Cistus+ und Imun Guard
Im ursprünglichen Vortrag betrachtete Fridhu vier Komponenten:
Cistus, Schwarzkümmel, Grüntee und Zink.
Diese vier Substanzen werden im Video ausdrücklich gemeinsam vorgestellt. Fridhu ordnete die dazu vorhandenen Erkenntnisse selbst als Mischung aus Laboruntersuchungen, Tierversuchen und einzelnen klinischen Daten ein.
Die Idee war nicht, vier vermeintliche „Virenkiller“ zusammenzuschütten.
Viel interessanter war die Frage, ob sich verschiedene biologische Ansatzpunkte ergänzen könnten.
Cistus
Im Zentrum standen die Polyphenole und ihre experimentell beobachtete Interaktion mit Virusoberflächen.
Schwarzkümmel
Nigella sativa und insbesondere sein Inhaltsstoff Thymochinon sind Gegenstand zahlreicher Untersuchungen zu Entzündungs- und Immunprozessen.
Grüntee
Grüntee enthält verschiedene Catechine, darunter EGCG. Diese Pflanzenstoffe werden seit vielen Jahren auf ihre Wechselwirkungen mit biologischen Signalwegen und verschiedenen Viren untersucht.
Zink
Zink ist ein essentielles Spurenelement und für zahlreiche Funktionen des Immunsystems notwendig. Darüber hinaus werden direkte Einflüsse von Zink auf verschiedene Schritte viraler Replikationsprozesse untersucht.
Daraus entstand die Grundidee hinter Imun Guard beziehungsweise Cistus+:
nicht ein einzelner spektakulärer Wirkstoff, sondern mehrere unterschiedliche biologische Ansatzpunkte miteinander zu verbinden.
Was wir heute anders formulieren würden
Ein Artikel aus dem Frühjahr 2020 muss auch als Dokument seiner Zeit gelesen werden.
Damals entstand wissenschaftliches Wissen über SARS-CoV-2 praktisch in Echtzeit. Hypothesen, Laborbefunde, klinische Beobachtungen und politische Entscheidungen überschlugen sich.
Manches, was damals plausibel erschien, wissen wir heute genauer.
Manches hat sich nicht bestätigt.
Und bei vielem fehlen weiterhin gute klinische Daten.
Deshalb würden wir heute einige Aussagen vorsichtiger formulieren als mitten im März 2020.
An einem Grundsatz hat sich jedoch nichts geändert:
Plausibilität ist nicht Evidenz. Aber Plausibilität ist oft der Anfang von Forschung.
Wissenschaft beginnt schließlich nicht damit, dass wir die Antwort bereits kennen.
Sie beginnt mit einer guten Frage.
Von 1.000 Litern im Lockdown bis heute
Wenn ich heute auf diese Wochen zurückblicke, erscheint die Geschichte fast unwirklich.
Ein Blick auf den Warenbestand in San Francisco.
Der komplette Jahresvorrat Cistus plötzlich verkauft.
Der letzte Flug zurück nach Teneriffa.
Grenzschließung.
Spanischer Lockdown.
Und dann die Entscheidung, mitten in diesem Chaos rund 1.000 Liter Imun Guard herzustellen und die Tinktur bewusst wesentlich günstiger anzubieten als unsere anderen Extrakte.
Das war keine normale Produkteinführung.
Es war eine Reaktion auf eine außergewöhnliche Situation.
Heute ist daraus etwas Dauerhafteres geworden.
Die Rezeptur wurde weiterentwickelt. Unsere Cistus+- beziehungsweise Imun-Guard-Tinktur existiert weiterhin, und inzwischen wird eine leicht veränderte Variante auch über eine Schweizer Apotheke vertrieben.
Was geblieben ist, ist die ursprüngliche Idee:
Traditionelle Pflanzen nicht mystifizieren, sondern neugierig untersuchen. Wissenschaft ernst nehmen, ohne so zu tun, als wüssten wir bereits alles. Und Menschen nicht zu passiven Zuschauern ihrer Gesundheit machen.
Das ist letztlich auch der Gedanke der Salutogenese.
Nicht nur zu fragen:
Was macht uns krank?
Sondern auch:
Was hilft uns dabei, mit Belastungen umzugehen und gesund zu bleiben?
Und genau an dieser Schnittstelle zwischen Zistrose, Forschung, Salutogenese und Selbstwirksamkeit ist Imun Guard entstanden.
Was uns in jenen Wochen des Frühjahrs 2020 durch den Kopf ging, haben wir auch in einer fünfteiligen Essay-Serie festgehalten – direkt aus dem Lockdown heraus geschrieben: Selbstwirksamkeit, Stress und Immunsystem, Wie tötet man eine Hydra? Über Antifragilität und Gesundheit, Kohärenzgefühl, Optimismus kann man lernen und Der Weltfrieden wird in den Schlafzimmern entschieden.
Wissenschaftliche Quellen
Kalus U, Grigorov A, Kadecki O, Jansen JP, Kiesewetter H, Radtke H.
Cistus incanus (CYSTUS052) for treating patients with infection of the upper respiratory tract: A prospective, randomised, placebo-controlled clinical study.
Antiviral Research. 2009;84(3):267–271.
DOI: 10.1016/j.antiviral.2009.10.001
Kalus U, Kiesewetter H, Radtke H.
Effect of CYSTUS052 and green tea on subjective symptoms in patients with infection of the upper respiratory tract.
Phytotherapy Research. 2010;24(1):96–100.
DOI: 10.1002/ptr.2876
Rebensburg S, Helfer M, Schneider M, et al.
Potent in vitro antiviral activity of Cistus incanus extract against HIV and Filoviruses targets viral envelope proteins.
Scientific Reports. 2016;6:20394.
DOI: 10.1038/srep20394
Angelova P, Hinkov A, Gerasimova V, et al.
Antiviral Activity of Water–Alcoholic Extract of Cistus incanus L.
International Journal of Molecular Sciences. 2025;26(3):947.
DOI: 10.3390/ijms26030947
De Filippis A, D'Amelia V, Folliero V, et al.
Cistus incanus: a natural source of antimicrobial metabolites.
Natural Product Research. 2025;39(12):3396–3409.
DOI: 10.1080/14786419.2024.2335353
Molecular Docking und Molekulardynamik-Simulation von Cistus-incanus-Inhaltsstoffen gegen das Ebola-Virus-Protein VP40.
Biophysica. 2026.
DOI: 10.3390/biophysica6020029
(Reine In-silico-Modellierung, keine Labor- oder Tierdaten.)
Potential roles of medicinal plants for the treatment of viral diseases focusing on COVID-19: A review.
PubMed Central: PMC7367004
Über diesen Artikel
Dieser Artikel basiert unter anderem auf einem Vortrag von Dr. med. Fritz Helmut Hemmerich (Fridhu) aus dem Frühjahr 2020. Ich habe seinen medizinisch-biologischen Gedankengang für die Adaptopedia redaktionell aufgearbeitet, um die Entstehungsgeschichte von Imun Guard ergänzt und aus heutiger Sicht wissenschaftlich eingeordnet – inklusive der Forschung, die seit 2021 neu hinzugekommen ist.
Curro Cachinero
Adaptonics
Dieser Artikel dient der Information und der historischen Dokumentation unserer Arbeit. Aus Laborbefunden oder Untersuchungen einzelner Cistus-Präparate lassen sich keine allgemeinen Aussagen zur Vorbeugung oder Behandlung bestimmter Viruserkrankungen ableiten.
Die vollständige, wissenschaftlich eingeordnete Cistus-Übersicht – inklusive beider placebokontrollierten Humanstudien – findest du in unserer großen Cistus-Übersicht.


