Das hier, meine Freunde, ist Artemisia annua. Diese winzigen kleinen Samen verteile ich jetzt hier schön. Wenn es gut läuft, werden das ungefähr zehn Pflanzen pro Töpfchen.
Also werden das insgesamt vielleicht 500 Pflanzen. Das ist die nächste Aussaat von diesem Jahr.
Artemisia annua besitzt eine ungewöhnliche Geschichte. Die Pflanze wurde über lange Zeit in der traditionellen chinesischen Pflanzenkunde verwendet und bekam im 20. Jahrhundert durch die Entdeckung von Artemisinin große wissenschaftliche Bedeutung.
Um die Verwendung der ganzen Pflanze entwickelte sich später eine kontroverse internationale Diskussion. Dabei treffen Fragen der lokalen Pflanzenproduktion, Regulierung, Entwicklungszusammenarbeit und moderner Pharmakologie aufeinander. Mich begleitet diese Debatte seit vielen Jahren – genauso wie der eigene Anbau hier auf Teneriffa.
Heute geht es aber erst einmal um etwas sehr Praktisches: Wie bekommt man aus diesen winzigen Samen überhaupt kräftige Pflanzen?
Das sind ganz kleine Samen und Lichtkeimer. Sie brauchen Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit. Deshalb nutzen wir diese Töpfchen und befeuchten von unten, damit die Samen beim Gießen nicht weggespült werden.
Das ist eine handwerkliche Tätigkeit, bei der man ein bisschen wissen muss, wie es funktioniert. Das hier war die Anbauanleitung.
Wie aus der Aussaat am Ende die fertige Ernte wird, zeigen wir in Artemisia annua Ernte 2024 – vom Feld bis zur Tinktur. Mehr über Artemisia annua liest du in unserer Adaptopedia.
