Reformatorischer Bildersturm

Wie du ein erfolgreicher Unternehmer bist

 

 Heute geht es um das Thema Bilderstürmerei. Ein Bilderstürmer ist jemand, der die alten Bilder, die Ikone oder Götzenbilder zerstört. Jeder wirkliche Unternehmer ist zugleich auch ein Bilderstürmer, es geht gar nicht anders.

Meine Aussagen gehen aus von dem Buch ‹Iconoclast› von Gregory Berns. Berns ist ein amerikanischer Neurowissenschaftler. Er behauptet, dass man die Fähigkeit, ein Unternehmer oder Bilderstürmer zu sein, systematisch lernen und trainieren kann.

Berns bringt viele Beispiel von Ikonoklasten, die die Welt, in der wir leben, nachhaltig verändert haben. Berns meint, dass sich ein erfolgreicher Ikonoklast/Unternehmer durch drei Eigenschaften auszeichnet:

1. Die Fähigkeit, anders wahrzunehmen

2. Die Fähigkeit, anders mit Angst umzugehen

3. Soziale Intelligenz

Er zeigt bei allen drei Eigenschaften auf, was im Gehirn die Grundlage dafür bildet. So kann man diese Eigenschaften besser verstehen und an sich live beobachten.

Kommen wir zu Punkt 1 – Anders Wahrnehmen:

Was auch immer in unserem Bewusstsein auftaucht, es ist bereits das Ergebnis eines Prozesses. Dieser Prozess, diese Brille, durch die wir die Welt betrachten, wird vor Allem bestimmt durch die Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit mit der Welt gemacht haben, und denen wir unser Überleben verdanken. Unsere Gewohnheiten bestimmen, was wir wahrnehmen. Der Fluch der Gewohnheit besteht darin, dass wir unfähig werden, die Welt mit neuen Augen zu sehen.

Die gute Nachricht ist, dass wir Üben können, die Dinge offen zu halten. Statt immer nur über die Dinge hinwegzugleiten und zu sagen: «Das ist das, das ist das» könnten wir beispielsweise anfangen, zu fragen: «Was ist das?» und «Woher weiss ich, dass das das ist?» Wenn wir dieses Nicht-Wissen aushalten lernen, dann besteht zumindest die Möglichkeit, dass wir etwas neues entdecken, was uns sofort verunsichert.

Und hier kommen wir bereits zu Punkt 2 – Der Umgang mit Angst:

Wenn wir immer nur in der Komfortzone leben und unsere Gewohnheiten unsere Wirklichkeit bestimmen, dann kommt Angst in unserem Leben nicht vor. Dann haben wir erfolgreich die Angst vermieden oder betäubt. Es gibt viele Wege, sich von der Ungewissheit abzulenken, die entsteht, wenn man anfängt, Fragen zu stellen.

Hätte ich keine Angst, wäre ich bereits tot. Wenn ich aber auf der anderen Seite zulasse, dass die Angst mich einfriert und meine Kreativität hemmt, dann bin ich ein Opfer. Wir müssten also erstens lernen, die Angst überhaupt zu spüren und dazu brauchen wir Mut. Dann müssen wir lernen mit der Angst zu leben oder sie sogar in Antriebskraft zu transformieren.

Gelingt es uns erfolgreich, unsere Wahrnehmung loszureissen von dem, was man uns erzählt hat und was wir wahrzunehmen gewohnt sind und schaffen wir es außerdem, zu Schülern der Angst zu werden – wie es sinngemäß bei Sören Kierkegaard heißt – also die Angst als Treibstoff zu verwenden, dann haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, um wirklich etwas Neues zu erschaffen. 

«Der Übergang vom Affen zum Menschen, sind wir.» (Konrad Lorenz)

Somit kommen wir auch schon zu Punkt 3 – Soziale Intelligenz

Viele Genies sind unverstanden gestorben und erst nach ihrem Tod berühmt geworden. Andere waren schon zu Lebzeiten Legenden. Was die beiden Klassen von Bilderstürmern unterscheidet, also das, was sie am Ende erfolgreich macht oder in der Misere verenden lässt, das ist die Fähigkeit, die neue Sichtweise, die sie errungen haben auch ihren Mitmenschen plausibel zu machen.

Picasso war ein Star zu Lebzeiten, der sich über den Kunstbetrieb lustig machte. Das ging so weit, dass er eines Tages einfach einen Strich kritzelte, der heute im Museum von Barcelona als ‹La Linea› bewundert werden kann. Das Werk wurde für Millionen verkauft. Picasso lachte sich tot darüber.

Van Gogh dagegen hatte so wenig Geld, dass er am Ende sogar Farbe statt Essen kaufte. Und dann hatte er Hunger und verspeiste die Farbe. Nebenbei trank er dann noch weit mehr Absinth als jeder von uns heute aushalten würde. Was dann auch zu interessanten Farberfahrungen führte, für die seine Bilder heute berühmt sind. Van Gogh wusste, was er tat, er wusste, dass er die moderne Malerei begründete.

In dem langen und zum Glück der Kunstgeschichte erhaltenen Briefwechsel mit seinem Bruder Theo wird das deutlich. Leider war er Zeit seines Lebens nicht in der Lage, seine Sichtweise den anderen Menschen verständlich zu machen und so starb er schließlich im Irrenhaus, sein Ohr hatte er sich bereits früher abgeschnitten, nämlich nachdem sein Traum von einer Künstlerkolonie gemeinsam mit Gauguin und andern Malern geplatzt war. Was lernen wir davon?

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